Tourismusinformation St. Martin im Mühlkreis

07232 / 2105-18

Schlossblickrunde

 

Ausgangspunkt: St. Martin – Marktplatz oder Donauort Untermühl
Wegnummer: 53
Streckenlänge: 14,3 km Rundtour

Charakteristik:    Tagestour mit Ab- und Aufstiegen und überaus abwechslungsreichen Landschaftsformen

Untergrund:    20% Wald / Waldrand, 30% Wiesen / Feldweg, 50% Asphalt

Wegverlauf:    Start der Wanderung ist am Marktplatz St. Martin im Mühlkreis. Der Weg führt vorbei am Reitergut Großpremser und durch das romantische Dreißenbachtal zur Donau. Der mächtigen Wasserstraße mit Blick auf das Schloss Neuhaus folgend führt der Treppelweg zum Naturschutzgebiet Schlossberg Neuhaus. In den unberührten Uferhängen der Donau bilden Felsburgen und Steintürme mit Hainbuchen- und Traubeneichenwäldern die Lebensgrundlage für eine unberührte Fauna und Flora. Am gut gesicherten Felsensteig gelangen Wanderer zum Donaublick Kettenturm. Nach einer erholsamen Rast im Donauort Untermühl geht es aufwärts zum Schloss Neuhaus und zwischen duftenden Wiesen und Wäldern der Mühlviertler Hügellandschaft zum Ausgangspunkt St. Martin im Mühlkreis.  Aussichtspunkt mit Blick zu den Alpen oder zum Böhmerwald laden zum inne halten ein. Besondere Ausblicke auf das Schloss Neuhaus gewähren „Lochsteine“ entlang der Wanderroute.
Wissenswertes:    Passauer Bischöfe erkennen vor mehr als 800 Jahren die Schönheit des Naturraumes Donautal und bauen hier ein Haus für die Falkenjagd. In Anlehnung an den Stammsitz in Passau – der „Veste Oberhaus“ – nennen sie das neue Jagdschloss „Neuhaus“. Die Feste Neuhaus hat im Wechsel der Zeit viele unruhige Tage erlebt. Blutige Fehden werden ausgetragen. Das Adelsgeschlecht der Schaunberger erhält 1371 n.Chr. die Erlaubnis Maut von Handelsschiffen auf der Donau einzuheben. Zu der Zeit ist unterhalb des Schlosses der Mautturm (Kettenturm) entstanden. In Zeiten der Türkenbelagerungen wird Neuhaus als Schutzburg gegen die vorrückenden Türken bestimmt. Im Oberösterreichischen Bauernkrieg 1626 wird Neuhaus erobert und geplündert. Nach 1650 erhalten „Sprinzensteiner“ hohe Gerichtsbarkeit zuerkannt und die Rechte Brauhäuser und Tafernen zu errichten. Im Jahr 1685 wird das heutige Naturdenkmal Hainbuchenallee für Gartenfeste der Schlossbewohner angelegt. Der letzte große Erweiterungsbau der Burg wird mit der feierlichen Einweihung der Schlosskapelle 1720 abgeschlossen. Das Altarbild des Malers Johann Phillip Ruckenbauer, die Fenster und die Kastenorgel stammen aus dieser Zeit.  Seit 1920 ist das Schloss Neuhaus im Besitz der Familie Plappart.
Einzigartig ist der fünfeckige Bergfried mit Kleeblattfries und die Spottfigur an der Ostecke des Turmes. Während an den anderen Ecken zwei Menschen und zwei Tierfiguren als Wasserspeier fungieren, befindet sich hier eine menschliche Figur, die dem Betrachter ihr Hinterteil entgegenstreckt. Diese Geste wird umso dramatischer, wenn man sich das „menschliche Gesäß“ in seiner ursprünglichen Funktion als Wasserablauf vorstellt! Die Figur wird häufig als gebaute Provokation an die Adresse der habsburgischen Landesfürsten in Wien gedeutet.

Sehenswürdig:    Pfarrkirche mit Glasgemälde-Fenster aus dem 14. Jhdt., Donaublick Kettenturm,

 

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